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Die Dokumentation von der Historie ab 1850 über den Bau des Erftflutkanals 1860 bis zur Renaturisierung 2025/26
Ziele der Renaturierung
Die Renaturierung der Erft zwischen Erftstadt-Gymnich und Kerpen-Türnich dient der Wiederherstellung eines naturnahen, ökologisch wertvollen Gewässerabschnitts und damit der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Durch die Schaffung vielfältiger Sohl- und Uferstrukturen als Lebensräume für Fische und die kleinen in der Gewässersohle lebenden tierischen Organismen – das Makrozoobenthos – wird der ökologische Gewässerzustand verbessert. Das neue sogenannte Raugerinne sorgt mit seinen Steinriegeln dafür, dass Fische und andere Gewässerorganismen die Erft an dieser Stelle frei auf- und abwärts durchwandern können und die Nebengewässer weiterhin mit Wasser versorgt werden. Der gesamte neue Gewässerabschnitt wird frei von Wanderungshindernissen sein. Der neue 5,5 km lange Flussverlauf ist an die natürliche Aue angebunden, die bei Hochwasser überschwemmt wird. Durch die Neutrassierung auf Flächen im Eigentum von Erftverband und Rhein-Erft-Kreis und den weitgehenden Verzicht auf Befestigungen von Sohle und Böschung, wird die natürliche Gewässerentwicklung gefördert. Für einen zusätzlichen Hochwasserschutz wurde im Auftrag des Rhein-Erft-Kreises eine Überlaufschwelle zur Kiesgrube gebaut, die die Wassermengen bei extremen Hochwasserereignissen dort hineinleitet. Die gesamte Maßnahme kostet rund 10 Mio. Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Renaturierung mit dem Höchstsatz von 80 Prozent.
Das Projekt
Natürliche Flussauen gehören zu den artenreichsten und ökologisch interessantesten Lebensräumen Mitteleuropas. Der auch im Erft-Einzugsgebiet in der Vergangenheit betriebene technische Gewässerausbau hat zu einer Verarmung der Lebensgemeinschaften beigetragen. Um naturnahe Lebensräume für eine auentypische Flora und Fauna entwickeln zu können, sind vielfältige Strukturen im und am Gewässer wichtig, die auch gleichzeitig zur Klimaresilienz beitragen. Ein kiesgeprägtes Tieflandgewässer hat eine kiesige Sohle. Flach- und Steilufer gehören ebenso wie Totholz zur naturnahen Ausstattung hinzu. So finden die Gewässerbewohner ihre jeweiligen speziellen Lebensräume und Unterschlupfmöglichkeiten.
Erft
Gymnicher Str. Str.
Ergebnis der Maßnahme
· Biodiversität und Lebensraumvielfalt
· attraktiver Naherholungsraum
· Wasser und Hochwasserschutz eines naturnahen, gewundenen Gewässers
· Stärkung der Klimaresilienz
· Wiederherstellung der ökologischen
· Durchwanderbarkeit für Gewässerorganismen
· Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie
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Erste Planungsüberlegungen:
seit 2012
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Bauantrag:
Sommer 2019
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Genehmigungsbescheid:
April 2022
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Spatenstich:
5. Juni 2024
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Umschluß / Durchstich:
23. Okt. 2025
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alter Flutkanal verfüllt:
Juli 2026
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Brücken und Wege wiederhergestellt:
2027
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rekultivierte Fläche:
ca 80 ha
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Flussverlauf vorher:
2,5 km
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Flussverlauf nachher:
5,5 km
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bewegtes Erdreich:
280.000 m³
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entspricht Volvo-Dumperladungen:
16.500