Solarpark A44n Bedburg-Jüchen
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26.500 Module
14,4 MWp
16,1 Mio. kWh/a
Auch eine Solaranlage hat einen CO² Fußabdruck. Es sind die gesamten Emissionen, die während der Herstellung, Transport, Bau, Nutzung und Entsorgung entstehen. Die Herstellung von Solarmodulen, insbesondere die Produktion von Silizium, hat einen nicht unerheblichen CO²-Ausstoß. Der "Solar-Fingerabdruck" ist eine Möglichkeit, die Umweltbelastung von Solarenergieprodukten zu bewerten. Über einen Zeitraum von 30 Jahren gerechnet ergibt sich pro erzeugter kWh Strom eine CO²-Immission von 56 g. Bei einem Windrad liegt dieser Wert bei 8 g.
Die Leistungsangabe in kWp (Kilowatt-Peak) wird unter Standard-Testbedingungen (STC) im Labor ermittelt.
kWp ist eine theoretische Spitzenleistung für den Vergleich von Anlagen. kWh ist die tatsächlich erzeugte Energiemenge pro Jahr, die stark schwankt (Faustregel: ca. 900-1100 kWh pro kWp in Deutschland).
Freiflächen-Photovoltaikanlagen erzeugen ca. 30 mal so viel Strom pro Jahr wie Biogasanlagen aus Biomasse von einer vergleichbaren Fläche. Im Gegensatz zu den riesigen Braunkohletagebauen können Photovoltaik-Flächen nach Nutzungsende wieder vollständig rückgebaut werden. Auch während der Nutzung können sie einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität leisten.
Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind (klassische) Freiflächen-PV-Anlagen nur auf folgenden Flächen förderfähig:
bereits versiegelte Flächen wie Stellplätze
Konversionsflächen wie Deponien, Abraumhalden, Truppenübungsplätze und Munitionsdepots
Flächen in maximal 500 Meter Abstand längs von Autobahnen oder Schienenwegen
Acker- oder Grünlandflächen in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten
Parkplatzfächen
landwirtschaftlichen Flächen bei gleichzeitiger landwirtschaftlicher Nutzung (Agri-PV)
entwässerten landwirtschaftlich genutzten Moorböden, wenn diese mit der Solaranlage dauerhaft wiedervernässt werden (Moor-PV)
künstlichen oder erheblich veränderten Gewässern (schwimmende bzw. Floating-PV)
In den meisten Solarzellen kommt Silizium als Halbleiter zum Einsatz. Silizium ist ein Element, das nahezu unbegrenzt verfügbar ist. Andere Solarzellentypen verwenden als Halbleiter Indium, Gallium, Tellur oder Selen, deren Verfügbarkeit deutlich eingeschränkter ist. Diese Anlagen machen jedoch nur einen kleinen Anteil der in Deutschland installierten Anlagen aus.
Solarzellen stoßen während ihres Einsatzes keine Schadstoffe aus, weshalb sie eine positive Umweltbilanz aufweisen. Sie verursachen daher nur sehr geringe sogenannte externe Kosten. Als externe Kosten bezeichnet man all diejenigen Kosten, die nicht vom Verursacher bezahlt werden und von der Allgemeinheit getragen werden (z. B. Kosten für Gesundheits- und Umweltschäden durch Abgase).
Die externen Kosten von Photovoltaikanlagen liegen bei etwa 2,1 Cent pro Kilowattstunde, laut einer Untersuchung des Umweltbundsamtes.
Das ist im Vergleich zu fossilen Energiequellen relativ wenig (Erdgas: 11,2 Cent, Braunkohle: 27,1 Cent).
Das bedeutet, für jede mit Braunkohle hergestellte Kilowattstunde zahlt der Verbraucher zusätzlich zum Strompreis mehr als zehnmal so viel für anderweitig auftretende Belastungen als für eine Kilowattstunde Photovoltaikstrom. Verglichen mit dem derzeitigen Energie-Mix spart jede Kilowattstunde aus PV statistisch über 8 Cent an externen Kosten ein, die ansonsten die Allgemeinheit tragen müsste.
Solaranlagen gehören zu den Elektrogeräten und fallen damit unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG). Sie müssen vom Hersteller kostenlos zurückgenommen und recycelt werden. Idealerweise nimmt der Installateur, der mit dem Abbau beauftragt ist, die Module und alle anderen Komponenten gleich mit. Anlagenbesitzer können die ausgemusterte Anlage aber auch zum nächstgelegenen Wertstoffhof bringen. Größere Anlagen müssen direkt beim Hersteller abgegeben werden.
Das ElektroG schreibt vor, dass mindestens 80 % der in den Modulen eingesetzten Materialien wiederverwendet werden müssen. Durch innovative Verfahren werden heute 95 % der Materialien mono- und polykristalliner Module recycelt. Die restlichen Stoffe einer Photovoltaikanlage lassen sich umweltfreundlich entsorgen.