Die Kalahari (auch Kgalagadi) ist eine Dornstrauchsavanne, teilweise auch Trockensavanne, wird aber gelegentlich wegen des vorherrschenden Sandes als Wüste bezeichnet. Sie erstreckt sich beidseitig des südlichen Wendekreises von der südafrikanischen Provinz Nordkap durch Namibia und Botswana über eine Fläche von über einer Million Quadratkilometern. Sie ist Teil des etwa doppelt so großen Kalahari-Beckens, das sich bis nach Angola und Sambia hinein erstreckt. Der größte Teil der Kalahari liegt in Botswana und Namibia. Südwestlich liegt die Namib-Wüste, die deutlich arider als die Kalahari ist. Die Kalahari liegt überwiegend auf 800 bis 1200 Meter über dem Meeresspiegel. Einziger ganzjährig wasserführender Fluss ist der Okavango. Er entspringt in Angola und fächert sich in der Kalahari in das Okavangodelta auf, um dort zu versickern. In der Kalahari liegen große Salzpfannen, darunter im Osten die Makgadikgadi-Salzpfannen. Der ausgedehnteste Teil der Kalahari – die „Zentral-Kalahari“ – befindet sich in Botswana und reicht hier mit seinen westlichen Ausläufern nach Namibia hinein. Die Kalahari liegt im zentralen Bereich des Kalahari-Beckens (englisch: Kalahari Basin), einem Sedimentbecken, das sich zwischen dem Oranje bis nach Angola, im Westen von Namibia in Richtung Osten bis nach Simbabwe erstreckt. Im Norden reicht das Becken bis zur Demokratischen Republik Kongo. In der Kalahari herrschen Sandböden (Arenosole) vor, die im Süden und Westen rot sind, im Norden und Osten gelb bis grau. Die Mächtigkeit der Sandböden beträgt bis zu 200 Meter. Die Sandvorkommen reichen bis in das zentrale Kongobecken hinein. Sie bedecken auf dem Territorium mehrerer Staaten eine Fläche von 2,5 Millionen Quadratkilometern. Der Schichtenaufbau wird als Kalahari-System (englisch auch Kalahari Sands) bezeichnet. Es existieren Lockersedimente aus äolischen und lakustrischen Entstehungsprozessen. Die Sandmengen entstanden durch Erosion von Sandsteinen der Kalahari Group und Karoo Supergroup.

 

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